Jede Wanderung im Tessin ist schön, aber diese ist atemberaubend. Der Aufstieg ist nicht schwierig, aber hart. Dafür habt ihr zwei Seen ganz für euch. Am nächsten Tag gibt es Apfelschorle oder Bier – im Bergbrunnen gekühlt.
Anreise mit Bus nach Cevio Centro.
Rückreise mit dem Bus von Someo.
Kondition: 4/5 – anstrengend
Technische Schwierigkeit: T3 – anspruchsvolles Bergwandern
- Erster Tag: 4 Stunden, 8.3 km, Aufstieg 1366 m, GPX-Track
- Zweiter Tag: 5.5 Stunden, 14.8 km, Aufstieg 480 m, Abstieg 1856 m, GPX-Track
Tag 1 – Schwitzen, dann Schwimmen
Im Dorf gibt es einen Laden mit fantastischen lokalen Produkten: Val Magìa Sapori Nostrani. Besonders empfehlen wir die Gelati und andere süsse Leckereien.
Es folgt ein Aufstieg wie eine lange Treppe. Technisch nicht schwierig, aber schweisstreibend über vier Stunden.
Doch es hat sich gelohnt. Im Gras lässt es sich gut liegen. Und ein Bad geniessen.
Wenige Minuten vor dem See steht übrigens eine unbemannte Schutzhütte mit Brunnen (Corte del Lago). Falls euch ein Sturm überrascht. Oder ihr das Zelt vergessen habt.
Tag 2 – Nach dem Schwimmen eine Pause in der Tessiner Berghütte
Die Etappe über den Pass ist fast kitschig (Bocchetta di Cansgéi).
Wir treffen kaum andere Wanderer und haben die Landschaft ganz für uns.
Man denkt, es kann nicht mehr schöner werden. Dann kommt der Lago d’Alzasca.
Wie könnte man hier auf ein Bad verzichten? Wir konnten es nicht.
Falls ihr jetzt Hunger habt, oder Durst: Nach nur wenigen Metern kommt die Capanna Alzasca. Hier gibt es im Brunnen gekühlte Apfelschorle oder Bier. Dazu frisch gebackenen Schokoladenkuchen.
Nach dem Abstieg über zwei Stunden dann die Überraschung:
Eine echte Bogenbrücke – völlig unterbewertet.
Es folgt die längste Hängebrücke im Tessin. Auf 380 Metern kann es ganz schön wackeln.
Geniesst es!
Und wie immer: Hinterlasst nur Fussspuren – kein Feuer, kein Abfall.
Rückreise mit dem Bus von Someo.